Vergleichende Statistik zu Schulabschlüssen in Schleswig-Holstein

Die staatlich anerkannten Schulabschlüsse spiegeln auch nicht annähernd das wider, was der Waldorfpädagogik wichtig ist: die Entwicklung hin zu einer starken und autonomen, vielseitig gebildeten Persönlichkeit. Aber dennoch: Neben dem Waldorfschulabschluss müssen Waldorfschulen selbstverständlich auch so gut wie möglich auf die für den Einstieg in Berufsleben oder Studium (noch?) benötigten staatlichen Schulabschlüsse vorbereiten.

Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass Waldorfschulen aus guten Gründen schon immer so etwas wie "Gesamtschulen" waren und sind. In jeder Waldorfschulklasse findet sich also eine große Breite verschiedener Begabungen, was sich selbstverständlich auch in den von den einzelnen Kinder sinnvollerweise zu erreichenden staatlichen Schulabschlüssen widerspiegelt.

So gut wie jeder Waldorfschüler wird also zusätzlich zu dem (immer mehr an Bedeutung gewinnenden) Waldorfschulabschluss einen Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss, die Fachhochschulreife oder das Abitur erwerben. Auch wenn diese Abschlüsse nicht das eigentliche Ziel der Waldorfpädagogik sind, können sich die Abschlussbilanzen der Waldorfschulen im Vergleich mit dem staatlichen Schulwesen durchaus sehen lassen, wie die folgende Statistik zeigt:

Abgangsschüler  des Jahrgangs 2007... alle schleswig-holsteinischen allgemeinbildenen Schulen schleswig-holsteinische Waldorfschulen
ohne
Hauptschulabschluss
8,9 % 0,6 %
mit
Hauptschulabschluss
34,4 % 8,0 %
mit
Realschulabschluss
32,9 % 36,9 %
mit
Fachhochschulreife
1,6 % 11,3 %
mit
Abitur
22,3 % 43,3 %

Quelle: Arbeitsbereich Bildungsökonomie, Freie Hochschule für anthroposophische Pädagogik, Mannheim

Weitere, aktuellere statistische Informationen z.B. zu Schülerzahlen an den Waldorfschulen und Vergleichszahlen zu Schulabschlüssen in den verschiedenen Bundesländern sind auch zu finden unter: www.bildungsoekonomie-waldorf.de

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