Die Klassenlehrerzeit

Der Klassenlehrer, der das eingeschulte Kind - so jedenfalls ist es angestrebt - die nächsten acht Jahre seiner Schulzeit begleitet, wird der Mensch sein, der den Kindern seiner Klasse "die Welt erklärt", ihnen "Brücken ins Leben" baut.

Im täglichen Hauptunterricht unterrichtet der Klassenlehrer nicht nur Schreiben, Lesen und Rechnen, sondern auch Malen und Zeichnen, Singen, Flöten und Heimatkunde ­ später kommen dann Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Geschichte und Geografie hinzu.

Dabei wird in Epochen gelernt, um so einen zusammenhängenden Lernprozess vom Wahrnehmen bis zum Verstehen, vom Üben bis zum Verarbeiten zu gestalten. Immer wieder werden Bezüge zur Lebenswirklichkeit hergestellt - zum Beispiel in der Hausbau- und der Ackerbauepoche der 3. Klasse. Spezieller, dem Lebensalter angepasster Erzählstoff vermittelt Orientierung, rhythmische Elemente unterstützen den Lernprozess. Häufige öffentliche Auftritte, etwa auf Monatsfeiern aber auch integriert in den täglichen Unterricht fördern das selbstbewusste Auftreten.

Alle anderen Fächer wie Fremdsprachen, Sport, Musik, Eurythmie, Handarbeit, Werken und Gartenbau werden von Fachlehrern nach der Hauptunterrichtszeit gegeben.

Mit der beginnenden Pubertät muss die oft intensive Bindung der Kinder an die liebevolle Autorität des Klassenlehrers behutsam aufgelöst werden, immer stärker ist jetzt Selbstständigkeit gefordert. Dazu gehört das Klassenspiel, ein anspruchsvolles Theaterprojekt, aber auch das Handwerkspraktikum, in dem die Schüler für zwei Wochen allein in einem Handwerksbetrieb der eigenen Wahl arbeiten und so erste Erfahrungen mit dem Arbeitsleben machen können. Weitere intensive Praktika folgen in der Oberstufe.

Der Erfolg der pädagogischen Arbeit von Klassen- und Fachlehrern hängt stark auch von der Unterstützung durch das Elternhaus ab, dies gilt ganz besonders auch für einen gesunden Umgang mit elektronischen Medien (PDF).

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