Malen/ Zeichnen (Klassenlehrerzeit)
Eine künstlerische Erziehung erscheint besonders nötig in einer Zeit, die dem Kind kaum noch Gelegenheit gibt, in kreatives Tätigsein einzutauchen. Farben und Formen sind die Elemente, mit denen Waldorfschüler kreativ umzugehen lernen. Schon die allererste Schulstunde am Tag der Einschulung beginnt mit der Einführung der "Geraden" und der "Krummen" - die ja aller Formgebung zugrunde liegen. Daraus entsteht das Zeichnen einfacher geometrischer Formen, das bis zum freihand-geometrischen Zeichnen in der 5. Klasse weiterentwickelt wird. Hinzu tritt im Wasserfarbenmalen die Farbgestaltung. Zunächst lernen die Kinder einfache Farbklänge herzustellen, um dabei die unterschiedliche Wirkung der Farben zu erleben. Ab Klasse 4 gilt es dann einen Zugang zum Erleben der Farbperspektive und des Farbraums zu eröffnen. In Anlehnung an den Natur- und Geografieunterricht wird auch zum Malen von Natur- und Landschaftsstimmungen übergegangen. In der 6. bis 8. Klasse schließlich wird das gegenständliche Zeichnen und das Darstellen von Licht und Schatten geübt, verbunden mit einem ersten Kennenlernen der perspektivischen Darstellung...