Förderunterricht
Waldorfschulklassen
sollen ein breites Spektrum von Begabungen und Fähigkeiten
zusammenfassen. Wenn nun Schüler in bestimmten Bereichen vorübergehend
einer individuellen Hilfe bedürfen, so kommen diese zu festgelegten
Zeiten allein oder in kleinen Gruppen zu einem Förderpädagogen, um dort
in vielfältigster Weise zu üben und zu lernen. Zu diesem
Förderunterricht zählt auch die Heileurythmie. Aber auch Schüler, bei
denen sich im Verlauf ihrer Schulzeit herausstellt, dass sie den Weg zu
einem der angebotenen staatlichen Abschlüsse vielleicht nicht werden
gehen können (Schüler mit "sonderpädagogischem Förderbedarf"), müssen
die Schule deshalb nicht unbedingt verlassen.
Die Freie
Waldorfschule Neumünster setzt hier vielmehr auf eine integrative
Förderung, die das Verbleiben im vertrauten Klassenverbund erlauben
soll. So nehmen auch diese Schüler an dem vielfältigen und anregenden
Unterricht ihrer Stammklasse teil, bekommen darüber hinaus aber
wöchentlich zwei Stunden Förderunterricht als Einzelunterricht, vor
allem in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen.
Im
Zusammenhang mit der grundsätzlich 12-jährigen Schulzeit einer
Waldorfschule gelingt es auf diesem Wege oft, Schulabschlüsse zu
erreichen, die auf anderem Weg nicht hätten erlangt werden können. Den
Förderunterricht erteilen ein spezieller Förderlehrer und eine Reihe
von Müttern, die sich als ausgebildete Pädagogen für diese Arbeit
fortgebildet haben. Dieser spezielle Förderansatz der Freien
Waldorfschule Neumünster leidet allerding sehr darunter, dass er - im
Gegensatz zu vergleichbaren Ansätzen an staatlichen Schulen - vom Land
Schleswig-Holstein nicht bezuschusst wird.