Die Oberstufe: Zeit des Denkens und Urteilens

Bis zur 8. Klasse ist die Waldorfschulzeit geprägt durch die liebevolle Autorität des Klassenlehrers. Der nun nötige und bereits in der 7. und 8. Klasse begonnene Ablöseprozess wird in der Oberstufe konsequent fortgesetzt. Im Unterricht geht es nun vor allem anderen darum, in der Bearbeitung des Unterrichtsstoffes das klare, unvoreingenommene Denken und selbstständige Urteilen zu lernen.

Oberstufengebäude

Dem entsprechen auch die einfache, klare Form und das kühle Blau der Oberstufen- und Naturwissenschaftshäuser. Und innen hellt sich im Raum der 9. Klasse das kräftige Grün der 8. Klasse auf, wird "geistiger", lässt Frühlingsluft herein. In der 10. Klasse - ganz blau gehalten - umgibt den jungen Menschen eine kühle Sachlichkeit, die sich in der 11. Klasse wieder etwas rötlich erwärmt, um sich in der 12. Klasse dann, dem Ende der eigentlichen Waldorfschulzeit zu einem tiefen Violett zu wandeln. Mit dieser Mischung aus Blau und Rot, Kalt und Warm, schließt der jetzt durchlaufene Farbenkreis wieder an das Rot der 1. Klasse an ...

Zu den klaren Formen und kühlen Farben passt es auch, dass im linken Gebäudeteil die speziellen Räume für den Physik-, Informatik-, Chemie- und Biologie-Unterricht untergebracht sind - mit einer kompletten und modernen Ausstattung und hörsaalartig ansteigenden Sitzreihen.

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