Können Schüler auch noch in höheren Klassen auf die Waldorfschule wechseln?

Ja, das ist - außer in den obersten Klassenstufen - im Prinzip immer möglich. Auch hier wird allerdings der Leistungs- und Entwicklungsstand des betreffenden Schülers sorgfältig überprüft, auch die Frage der harmonischen Zusammensetzung der jeweiligen Klasse spielt eine Rolle.

Nach der (unverbindlichen) Anmeldung gibt es ein, manchmal auch mehrere Gespräche mit einem dafür zuständigen Mitglied des Kollegiums und dem eventuell zukünftigen Klassenlehrer. Auch ein Probebesuch der vorgesehenen Klasse für z.B. eine oder zwei Wochen kann vereinbart werden.

In aller Regel haben wir mit solchen "Quereinsteigern" gute Erfahrungen gemacht. Eventuelle Leistungsunterschiede können durch entsprechende Maßnahmen meist schnell ausgeglichen werden (auch im Bereich der Fremdsprachen). Entscheidende Voraussetzung ist allerdings, dass Eltern und Kind sich ernsthaft und sehr bewusst für die Waldorfschule entschieden haben.

Wenn eine Klasse überfüllt ist, gibt es eine Warteliste. Das Warten ist auch nicht aussichtslos, denn von Zeit zu Zeit kommt es doch vor, dass jemand eine Klasse verlässt, z.B. weil die Familie umzieht.

Umgekehrt ist ein Wechsel von der Waldorfschule an eine staatliche Schule ebenfalls möglich und kommt manchmal vor, etwa wenn Eltern feststellen, dass die Pädagogik der Waldorfschule doch nicht das ist, was sie sich für ihr Kind vorgestellt haben. Wobei wir uns wünschen, dass auch eine solche Trennung in einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre stattfindet.

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