Werden die Kinder an der Waldorfschule weltanschaulich unterrichtet und womöglich beeinflusst?

Rudolf Steiner selber hat als Gründer der Waldorfschulbewegung strikt ausgeschlossen, dass die Anthroposophie Unterrichtsgegenstand an der Waldorfschule sein könnte. Dies auch aus der Einsicht heraus, dass die Anthroposophie eine Geisteswissenschaft ist, die den erwachsenen Menschen voraussetzt.

Auch konfessionell ist die Waldorfschule nicht gebunden oder festgelegt. Sie versteht sich allerdings als eine im Grundsatz christliche Schule. Deshalb ist für alle Kinder an der Waldorfschule christlicher Religionsunterricht verbindlich. Wenn es möglich ist, wird evangelischer, katholischer und ein so genannter freichristlicher Religionsunterricht angeboten.

Keinesfalls jedoch ist es Intention der Waldorfschule, ihre Schüler in irgendeine bestimmte weltanschauliche Richtung zu drängen. Es wird im Gegenteil allergrößter Wert darauf gelegt, zum eigenständigen, unvoreingenommenen und kritischen Denken und Urteilen anzuregen.

Für die Lehrer der Waldorfschule allerdings bildet die Steinersche Anthroposophie die verbindliche Grundlage ihrer Arbeit. Auch die Eltern der Waldorfschule tun deshalb gut daran, sich zumindest überschlägig mit dem Steinerschen Gedankengut zu beschäftigen. Es wird ihnen helfen, die Grundsätze der Waldorfpädagogik besser zu verstehen und mit zu tragen.

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